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Ausstellungseröffnung

„Die Geschichte der Brandenburgischen Frauenhilfe"

Ausstellungseröffnung "Die Geschichte der Brandenburgischen Frauenhilfe"Großer Andrang herschte am Donnerstag, 28. Oktober 2010, im Evangelischen Zentrum für Altersmedizin. Dort wurde die von der Gedenk- und Begegnungsstätte Leistikowstraße Potsdam konzipierte Ausstellung "Die Geschichte der Brandenburgischen Frauenhilfe" eröffnet. Die Wanderausstellung, die erstmals das Thema umfassend aufarbeitet, wird noch bis zum 31. März 2011 am historischen Sitz der Brandenburgischen Frauenhilfe in der Potsdamer Weinbergstraße gezeigt.



Ausstellungswürfel "Die Geschichte der Brandenburgischen Frauenhilfe"Die Ausstellung vermittelt in einer stilvollen und sehr praktischen Architektur, die in Form eines Würfels entworfen wurde, unbekannte Dokumente, eindrucksvolles Bildmaterials und interessante Exponate. Viele Aspekte zu Personen, Aufgaben und Wirken der Frauenhilfe können in einem Schubfachsystem durchstöbert werden. 

Die Schau ist aber auch im Internet zu betrachten. Mit vielen Objekten, historischen Filmmaterial und Interviewsequenzen erfährt der Besucher vieles über die Geschichte der Frauenhilfe in Potsdam und über die weitreichenden Arbeitsfelder. Zudem werden zahlreiche Biographien engagierter Frauen in der Frauenhilfe vorgestellt, unter ihnen etwa Helene von Oppen oder Marie Goslich. Die Online-Ausstellung kann unter der Adresse www.brandenburgische-frauenhilfe.de besucht werden.

Ausstellungseröffnung "Die Geschichte der Brandenburgischen Frauenhilfe"Die Gedenk- und Begegnungsstätte Leistikowstraße Potsdam befindet sich in einem ehemaligen Pfarrhaus, das bis 1945 auch den Sitz der Evangelischen Frauenhilfe beherbergte. Die Brandenburgische Frauenhilfe unterhielt in unmittelbarer Nähe weitere Einrichtungen. Damit ist die Vorgeschichte des späteren sowjetischen Untersuchungsgefängnisses topographisch und historisch eng mit dem sozialen Engagement evangelischer Frauen in Brandenburg und Preußen verbunden.

Die Ausstellung zeigt den selbstlosen Einsatz brandenburgischer Frauen bis zum Kriegsende 1945. Sie erzählt aus verbandsgeschichtlicher und biografischer Perspektive, wie sich die Frauenhilfe trotz ihres vorherrschenden konservativen Frauenbildes an gesellschaftliche Veränderungen anpasste und dabei herausragende Frauenpersönlichkeiten, wie beispielsweise Marie Goslich, Helene von Oppen, Sigrid Schulz oder Magdalene Vedder, hervorbrachte. Armen- und Krankenpflege, Fortbildungskurse für Frauen, Müttererholungsfürsorge und Bibelarbeit leisteten einen wichtigen Beitrag zur Emanzipation von Frauen in Brandenburg und Preußen.



Ausstellungswürfel "Die Geschichte der Brandenburgischen Frauenhilfe"

Laufzeit: 29. Oktober 2010 - 31. März 2011, täglich von 10 - 18 Uhr; Eintritt: frei
Ort: Evangelisches Zentrum für Altersmedizin, Weinbergstraße 18/19, 14469 Potsdam




Michael Kögel, Geschäftsführer Evangelische Frauenhilfe in Brandenburg e.V.

Dr. Ines Reich, Leisterin der Gedenk- und Begegnungsstätte LeistikowstraßeBrigitte Faber-Schmidt bei der Ausstellungseröffnung "Die Geschichte der Brandenburgischen Frauenhilfe" Reinhart Lange, Evangelisch-Kirchlicher Hilfsverein

Zeitzeugin Hildegard Führ

Elona Müller, Beigeordnete für Soziales, Jugend, Gesundheit, Ordnung und Umweltschutz der Stadt Potsdam Maria Schultz, Kuratorin der Ausstellung "Die Geschichte der Brandenburgischen Frauenhilfe"

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